Seilspringen statt Straßenverkehr

Das regnerische Wetter in den letzten Tagen hat vielen Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch die Jüngsten im Kiez lassen sich davon nicht beeindrucken. Am 10. Juli wurde nachmittags zum letzten Mal vor der Sommerpause wieder eine der Nebenstraßen im Kiez für den Autoverkehr gesperrt, um eine temporäre Spielstraße einzurichten, dieses Mal zum dritten und letzten Mal in der Kattegatstraße.

Der Projektträger des „Reallabors Temporäre Spielstraßen II: Alles rollt“, die Stiftung Freizeit, hat sich bemüht, den Kindern trotz Regen ein buntes Angebot an Spiel und Spaß zu ermöglichen. Bei den temporären Spielstraßen bestimmen nämlich die Kinder den Ton auf dem Asphalt: Statt Autos rollen für einen Nachmittag lang Skateboards und Fußbälle über die Straße. Weiter hinten werden Plastikenten aus einem Teich gefischt und weitere kleine Spiele gespielt.

Die Hortkinder der Andersen-Grundschule nehmen den neugewonnenen Platz auf der Straße zahlreich ein und wollen gar nicht mehr nach Hause. Doch in der Kattegatstraße ist vorerst Schluss mit den Spielstraßen. Das Projekt erhält seine Förderung aus dem Projektfonds des Quartiersmanagements Soldiner Straße/Wollankstraße nämlich nur noch bis Ende des Jahres. Danach zählt das Engagement aus der Nachbarschaft, um den Kindern auch im nächsten Jahr Nachmittage auf der temporären Spielstraße zu ermöglichen.

Die letzte vom Projektträger organisierte Spielstraße findet am 22. September von 14:00 bis 19:00 Uhr in der Zechliner Straße statt. Meldet euch bei den Projektleitenden, entweder vor Ort oder unter hallo@stiftungfreizeit.com, wenn ihr Interesse daran habt, die Spielstraßen zu erhalten und euch in Zukunft – unter Unterstützung der bisherigen Projektleitung – bei den Spielstraßen zu engagieren, zum Beispiel als Organisator*in oder Kiezlots*in.