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Wärmespender:innen im Kiez

Die evangelische Kirchengemeinde startete am 7. Februar das Projekt 'WARM UND TROCKEN' in der Wollankstraße 84. Jedes Wochenende stehen die Türen im Gemeindehaus Martin Luther West für Wohn- und Obdachlose offen.

WARM UND TROCKEN in der Wollankstraße 84 Foto: Oliwia Nowakowska

Passend zur Kältewelle, die Berlin und damit auch den Kiez erreicht hat, erschien vergangenen Monat eine Ausschreibung der evangelischen Kirchengemeinde für das Projekt 'WARM UND TROCKEN', für welches ehrenamtliche Wärmespender:innen gesucht wurden und immer noch werden.

Die Idee entstand mehr oder weniger aus der Not heraus, wie eine Pfarrerin der Gemeinde erzählt, denn die Wintermonate stellen ohnehin schon eine große Herausforderung für Menschen ohne Bleibe dar und diese wird dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie sogar verschärft. Viele Wärmestuben sind geschlossen oder haben eine nur sehr begrenzte Platzkapazität. „Deshalb ist jede weitere Einrichtung, in welcher sich die Menschen aufwärmen können, ein Segen“, sagt eine Sozialarbeiterin der Kirchengemeinde.

Da die Gemeinderäume in der Wollankstraße 84, angesichts der Pandemie leer stehen, wurden sie den Veranstalter:innen des Projekts zur Verfügung gestellt. In den drei Räumen können sich die Besucher:innen bis zum 28. März jeden Samstag und Sonntag von 12:30 Uhr bis 16:30 Uhr aufhalten, mit Kaffee und/oder Kuchen stärken und den Strom nutzen. Die Besucher:innen können sich in der Einrichtung zwar so lange wie sie möchten aufhalten, aber leider ist auch hier die Platzkapazität sehr begrenzt. Das Hygienekonzept sieht insgesamt 10 Personen gleichzeitig in den Räumlichkeiten vor.

Die Aufgaben der Wärmespender:innen sind unterschiedlich: Sie helfen in der Küche aus, regulieren den Einlass, betreuen die Räumen und plaudern mit den Besucher:innen, um ihnen vielleicht auch psychisch Wärme zu spenden. Den Ehrenamtlichen steht offen, wie oft sie aushelfen möchten. Sie entscheiden, ob sie sich wöchentlich Zeit nehmen können oder eher alle zwei bis drei Wochen. Die Wochenendtage werden dabei in zwei Schichten aufgeteilt. Die erste Schicht beginnt um 12:30 Uhr und endet um 14:30 Uhr und die zweite Schicht beginnt dementsprechend um 14:30 Uhr und endet um 16:30 Uhr.

Trotz der großenTeilnahmebereitschaft im Kiez, als auch außerhalb, freut sich das Projekt über weitere Wärmespender:innen. Aber auch Spenden, besonders in Form von Schlafsäcken, Isomatten oder Decken werden in der kalten Zeit gebraucht. Wer mitmachen oder etwas spenden möchte, kann gerne selbst in der Wollankstraße 84 vorbeischauen oder sich bei hasselmann@hoffnungskirche-pankow.de melden. Weitere Informationen gibt es außerdem auf der Website der Berliner Kältehilfe: www.kaeltehilfe-berlin.