Kreative wünschen sich mehr Vernetzung

Umfrage in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Soldiner Kiez zeigt, dass sich Kreativschaffende mehr Vernetzung und eine gemeinsame Plattform wünschen.

Teilnehmer der Umfrage nach Berufsgruppen. Grafik: georg + georg

Ausschnitt aus der Umfrage, hier Abfrage der Standortfaktoren. Grafik: georg+georg

Antwort auf die Frage, wie lange Kreative im Soldiner Kiez arbeiten. Grafik: georg + georg

Die Ergebnisse einer Umfrage unter Kunst- und Kreativschaffenden im Soldiner Kiez liegen vor. Wichtigste Aussage: die Szene wünscht sich mehr Sichtbarkeit nach außen und nach innen mehr Austausch. Gefragt hatte das Projekt Open Up, das nun unter dem Erkennungsspruch Made in Soldiner auftritt. Die Umfrage ist nicht repräsentativ.

Umfrage-Ergebnisse

Teilgenommen an der Umfrage habe zu großen Teilen Künstler*innen und Designer*innen. Auch Kommunikationsdesigner*innen stellen eine große Gruppe. Siehe Bild rechts. Die überwältigende Mehrheit der Befragten arbeitet selbstständig. Einer Büro- oder Ateliergemeinschaft gehört die Hälfte der Kreativen an, die bei der Umfrage mitgemacht haben. Deutlich mehr als die Hälfte aller Kreuze wurden in der Kategorie "seit mehr als fünf Jahren im Kiez arbeitend" gemacht. Hinzu kommen 28 Prozent, die mehr als zehn Jahre im Soldiner Kiez arbeiten.

Viele Fragen der Umfrage drehten sich um die Einschätzung des beruflichen Netzwerkes. Den Ist-Zustand schätzt die eine Hälfte als gut, die andere als schlecht ein. Unter den Standortfaktoren zählt die Nähe zu anderen Kreativen, dieser Pluspunkt am Soldiner Kiez wird am häufigsten genannt. Es zählen aber auch niedrige Gewerbemieten, das Kiezgefühl ("Atmosphäre im Kiez") und die zentrale Lage. Vermisst wird neben der gastronomischen Vielfalt, die Kreativschaffenden offenbar als beruflich wichtig ansehen, eine gemeinsame Plattform für Kiezakteure und Vernetzung mit anderen Kreativen. Daraus folgt konsequenterweise, dass sich die Szene vom Projekt Made in Soldiner (Open Up) Vernetzung, Präsentationsplattformen und Veranstaltungsformate wünschen. Die Idee eines gemeinsamen Logos wird gleichermaßen positiv wie negativ beurteilt.

Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage finden sich in einer attraktiv gestalteten Präsentation, die hier heruntergeladen werden kann.

Made in Soldiner

Unter dem Namen Made in Soldiner ist das Projekt auf Faceobook und Instagram präsent. Dort sind auch Porträts einiger Kreativschaffender aus dem Soldiner Kiez als Kurzfilm zu sehen. In Zukunft wird das Projekt dort außerdem regelmäßig über Veranstaltungen und Neuigkeiten informieren.

Das Quartiersmanagement fördert das Projekt Open Up über den Projektfonds mit Mitteln der Sozialen Stadt. Träger ist die Agentur georg + georg.

21. Dezember 2021