Gedacht, Gemacht - dank des Aktionsfonds

Erinnerungskultur, Jahrbuch oder Nachbarschaftszelt - diese drei Ideen ermöglicht aktuell der kleinere Fonds des Quartiersmanagements.

Veranstaltungsreihe

Veranstaltungsreihe mit fünf Veranstaltungen, die sich mit der Roma und Sinti Thematik in der NS Zeit auseinandersetzt. Grafik: Mensch im Mittelpunkt e.V.

Stattlab

Stattlab e.V. möchte ein Jahrbuch erstellen. Foto: Andrei Schnell

Plapperzelt

Der Soldiner Kiez e.V. hat ein Zelt für die Nachbarschaft gekauft. Foto: Soldiner Kiez e.V.

Sie stehen zu Unrecht viel zu selten im Rampenlicht, die kleineren Projekte, die der Aktionsfonds finanziell unterstützt. Wobei sich klein lediglich auf den Umfang des Projektes bezieht. Die Wirkung dieser geförderten Ideen ist dafür unmittelbar, kurzfristig sichtbar und oft nachhaltig. Hier drei aktuelle Beispiele:

Erinnerungskultur

"Verachtet, Verfolgt, Ermordet und Vergessen. Roma/Sinti und der Holocaust" Unter dieser Überschrift organisiert Mensch im Mittelpunkt e.V. in der PA58 in der Prinzenallee 58 eine Veranstaltungsreihe mit fünf Terminen. Im Anschluss ist eine Ausstellung geplant. Das Projekt setzt an der Beobachtung an, dass Zeitzeugen als elementare Vermittler der Vergangenheit immer weniger zur Verfügung stehen. "Zukünftig liegt es an uns, die Erinnerung an die Gräueltaten der NS Regimes aufrechtzuerhalten", sagen die Organisatoren. Die Beteiligung von Roma Familien, die über das Erlebte aus der Zeit erzählen können, steht im Fokus der fünf Veranstaltungen mit Vortrag und anschließender Diskussion. Coronabedingt wird es Anpassungen geben, über die Mensch im Mittelpunkt e.V. informiert.

Jahrbuch

Der Stattlab e.V. in der Drontheimer Straße möchte in der Nachbarschaft und bei Einrichtungen im Viertel bekannter werden und sich mehr vernetzen. "Hierzu ist ein Jahrbuch geplant, welches die Kreativschaffenden des Stattlabs, die Werkstätten und Workshops vorstellt", sagt der Verein. Mitglied des Monats soll die Broschüre heißen und nach dem Druck in verschiedenen Einrichtungen im Kiez ausliegen. Geplant ist auch ein partizipatives Element bei der Herstellung des Buches, um den Austausch zwischen Nachbar*innen und den Kreativschaffenden des Stattlabs zu fördern.

Zelt für Nachbarschaft

Über die "Entfaltung des Plapperzeltes" freut sich der Soldiner Kiez e.V. "Um auch in der unbeständigeren Jahreszeit, nachbarschaftliche Treffen im Freien zu ermöglichen, haben wir ein vier mal vier Meter großes Zelt angeschafft", sagt der Stadtteilverein. Mit einer kleinen Aktion im Freien am Sonntag, den 18. Oktober, hat der Soldiner Kiez e.V. das neue Zelt eingeweiht. Das Plapperzelt wird der Leihliste aufgenommen steht so der Nachbarschaft zur Verfügung.

Wer ebenfalls eine Idee hat, wie der Soldiner Kiez ein Stück lebenswerter sein könnte und dafür ein Projekt übernehmen will, der kann diese Idee der Aktionsfondsjury vorstellen. Das Quartiersmanagement startet mehrmals im Jahr vor den Jurysitzungen Ideenaufrufe. Über den Aktionsfonds können Sachmittel erstattet werden.

3. November 2020