Neue Führung in der Fabrik Osloer Straße

Neue Geschäftsführerin des Vereins Fabrik Osloer Straße e.V. ist Aliye Stracke-Gönül. Melina Sifnaiou leitet neu die NachbarschaftsEtage.

Hinterhof der Fabrik Osloer Straße. Foto: Andrei Schnell

Kaum ein soziokulturelles Zentrum hat im Soldiner Kiez ein solches Gewicht wie die Fabrik Osloer Straße mit ihren mehr als 20 Projekten von Wohnwerkstatt über Kindermuseum bis Stadtteilkoordination. Nun gibt es für zwei Spitzenpositionen neue Verantwortliche.

Im Oktober dieses Jahres hat Aliye Stracke-Gönül als Geschäftsführerin des übergreifenden Trägervereins ihre Arbeit aufgenommen. Sie hat an der Fernuniversität Hagen studiert, hat türkische Wurzeln, schrieb eine Bachelorarbeit zum Thema "Situation der Frauen in der Türkei". Ihre letzte berufliche Station war die Fachbereichsleitung Jugend, Beratung, Projekte bei der Arbeiterwohlfahrt Berlin Süd-Ost. Sie war in Berlin-Mitte und in Münster politisch aktiv und in Kommunalparlamente gewählt. Der bisherige Geschäftsführer Robby Schönrich verlässt den Verein Fabrik Osloer Straße Ende Oktober und sucht neue Aufgaben.

Der zweite Wechsel einer zentralen Position fand bereits im Sommer statt. Die langjährige Leiterin der NachbarschaftsEtage Ruth Ditschkowski ist in den Ruhestand gegangen. Sie hat die Arbeit der Etage maßgeblich geprägt und galt auch innerhalb des Vereins als integrative Persönlichkeit. Im letzten Jahr erhielt Ruth Ditschkowski im Roten Rathaus die Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement. Ihr folgt Melina Sifnaiou. Vorherige berufliche Station war die Leitung des Stadtteilzentrums "Mehrgenerationenhaus Kreativhaus Mitte".

Die Fabrik Osloer Straße e. V. ist ein starker Partner der Quartiersentwicklung. Das IHEK, das integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept des Quartiersmanagements, beschreibt den Verein als "Ankerpunkt im Soldiner Kiez".

21. Oktober 2020