Temporäre Spielstraße in der Freienwalder

Kita Freienwalder Straße macht mit beim berlinweiten "Fest der Spielstraßen". Am 22. September ist die Sackgasse von 14 bis 18 Uhr ein Spielplatz.

Am 22. September wird auf der Freienwalder Straße nicht geparkt, sondern gespielt. Foto: Andrei Schnell

Das Grüntal-Monster bekommt immer mehr Form und Farbe. Foto: Prinzenakademie

Wer ältere Menschen nach ihren Erinnerungen befragt, der wird sehr wahrscheinlich irgendwann den Satz hören: "Früher konnten wir Kreiseln auf der Straße spielen". Das Bündnis temporäre Spielstraßen will das Spielen auf der Straße wieder möglich machen. Es feiert am 22. September das Fest der Spielstraßen. 25 Initiativen machen mit. Im Soldiner Kiez setzt sich Kati Nguimba, Kitaleiterin in der Freienwalder 19 c, für einen solche zeitweise Umnutzung einer Autostraße ein. Zusammen mit Matthias Putzke organisiert sie von 14 bis 18 Uhr ein Spielfest. Die beiden kennen sich von ihrer Arbeit im Quartiersrat Soldiner Kiez.

Das genaue Programm für den Dienstag steht noch nicht fest, es wird aktuell noch erarbeitet. Aber es gibt schon Anfragen "eines Künstlers, der mit den Kindern Kreidekunst machen möchte" und das Müll Museum möchte dabei sein. Auch die Kinder vom Projekt Prinzenakademie haben sich gemeldet. "Das Grüntal-Monster bekommt immer mehr Form und Farbe und bald tanzt es mit seinen circa zehn bis zwölf Beinen beim Spielstraßenfest mit", sagt Susanne Schulze-Jungheim vom Projekt Prinzenakademie. Inwieweit es Catering für alle und Kaffee für Erwachsenen angesichts der Corona-Bedingungen geben wird, ist noch in Planung. Fest steht, dass die Kita ihr Spielmaterial mitbringt. Mitmachen beim Spielen auf der Straße können alle, jedes Kind ist herzlich eingeladen.

Die Menschen, die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen, werden noch informiert. Denn Spielstraße bedeutet, dass an diesem Tag die Sackgasse Freienwalder Straße von Autos nicht genutzt werden kann. Auch nicht zum Parken.

"Das habe ich nicht gewusst", gibt Kati Nguimba zu. Unicef hat den diesjährigen Weltkindertag am 20. September unter das Motto "Kinder erobern die Straßen". Auch wenn Unicef bei der Wahl des Mottos eher an Corona-Bedingungen dachte, das Thema Straßen auch für Kinder zu nutzen, ist offenbar ein Trend.

Die Senatsverwaltung für Verkehr unterstützt Bürgerinitiativen für Spielstraßen ausdrücklich. Denn "sie sind Spielplatz für Kinder und Treffpunkt für die Nachbarschaften und erfüllen so eine wichtige soziale Funktion", heißt es auf der Webseite des Senats.

28. August 2020