Im August kommt der BSR-Sperrmülllaster

Am Sonnabend, 15. August, von 8 bis 12 kommt das BSR-Sammelfahrzeug zur Stephanuskirche und holt Sperrmüll ab.

Sperrmüllaktionstag

Am 15. August ist Sperrmüllaktionstag. Plakat: BSR

Sperrmüll ist ein Rohstoff. Sagt die BSR, die Berliner Stadtreinigung. Am 15. August kommt ein oranges Sammelfahrzeug in den Soldiner Kiez zur Stephanus-Kirche, um von 8 bis 12 Uhr den Rohstoff abzuholen. Anwohnerinnen und Anwohner können an diesem Vormittag kostenlos Müll entsorgen, der nicht in die schwarze Tonne passt. 

Zu Sperrmüll zählen zum Beispiel Möbel, Teppiche, Matratzen, Schrott, Kunststoffteile, Elektrogeräte und Alttextilien. Kurz gefasst: alles, was sperrig und nicht giftig ist. Nicht zum Sperrmüll gehört Bauabfall. Firmen und Wändeversetzer sind vom Sperrmüllaktionstag ausgeschlossen. Auch Gussbadewannen oder Autoreifen müssen gesondert entsorgt werden. Schadstoffe wie Farben und Lacke oder Autobatterien sind selbstverständlich kein Sperrmüll. Diese Abfälle gehören auf den BSR-Recyclinghof in der Behmstraße (fünf Minuten neben dem GesundbrunnenCenter).

Bei einem Sperrmüllaktionstag "steht die komplette Ladekapazität eines Müllpressfahrzeugs zur Verfügung. Das heißt also, bis zu 65 m³ -  je nach Beschaffenheit des Sperrmülls", informiert die BSR. Die Kosten von 1.300 Euro trägt am 15. August das Bezirksamt, das dafür Geld des Programms "Saubere Stadt" nutzt. Denn "Mitte sagt dem Müll den Kampf an", schrieb Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel vor einem Jahr. "Die große Nachfrage an Sperrmüllaktionstagen im Bezirk spricht für sich. In Rücksprache mit dem Quartiersmanagement haben wir uns deshalb bei der BSR dafür eingesetzt, den Termin im Soldiner Kiez nachzuholen", sagt der Bezirksbürgermeister. Mit Nachholen spielt er auf den aufgrund der Corona-Maßnahmen ausgefallenen Termin im ersten Halbjahr 2020 an.

Die BSR bringt Sperrmüll in die im Januar 2008 eröffnete Aufbereitungsanlage in der Gradestraße in Neukölln. Sie könnte jährlich 110.000 Tonnen Altholz und Sperrmüll zu Brennstoffen zerhäckseln. "Dadurch schonen wir knappe natürliche Ressourcen wie Erdöl oder Erdgas und vermeiden jedes Jahr den Ausstoß von bis zu 75.000 Tonnen CO2, erklärt die BSR mit. Tatsächlich fallen in Berlin jedes Jahr 51.500 Tonnen Holz und Sperrmüll an.

Manche Teile, für den einen schon Müll sind, können anderen Menschen noch eine Freude machen. Deshalb hat die BSR online einen Verschenkemarkt eingerichtet.

Übrigens: am 26. September kommt das Sperrmüllauto erneut. Dann zur Grüntaler Promenade Ecke Soldiner Straße.

18. Juli 2020