Geplante neue Busspuren und Fahrradwege

Antworten auf Fragen von Abgeordneten an den Senat zeigen: Busspur auf der Prinzenallee und Radweg auf der Schwedenstraße sind in Planung.

Busspur Prinzenallee

Busspur für Prinzenallee zwischen Bad- und Osloer Staße geplant. Foto: Andrei Schnell

Busspur auf der Prinzenallee

Für die Jahre 2020 und 2021 plant Mitte eine Busspur auf der Prinzenallee. Auf 400 Metern soll von der Badstraße bis zur Osloer Straße ein "Bussonderfahrstreifen" eingerichtet werden. So steht es in einer Antwort der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vom 25. Juni dieses Jahres. Gefragt hatte Kristian Ronneburg von der Partei Die Linke (Nr. 18 / 23 658). Derzeit gibt es in Berlin etwas mehr als 100 Kilometer Busspuren. Über 1.000 Ampeln in Berlin haben eine Vorrangschaltung (offiziell "Lichtsignalanlagen mit einer verkehrsabhängigen Steuerung zur ÖV-Priorisierung").

Radspuren

Im ehemaligen Bezirk Wedding sind diese neuen Radwege geplant:

Schwedenstraße zwischen Osloer Straße und Bezirksgrenze/Residenzstraße: "Markierung einer Radverkehrsanlage, Rückbau gehwegseitiger Radweg". Dabei handelt es sich lediglich um ein Vorhaben, denn der aktuelle Status lautet "Entwurfsplanung". Und weiter heißte es: "Projektverantwortung liegt bis zur Genehmigungsplanung bei SenUVK". Ein Termin für den Start der Malerarbeiten gibt es nicht.

Seestraße zwischen Oudenarder Straße und Groninger Straße: "Sanierung/Bau und Markierung einer Radverkehrsanlage". Problem hier: "Verzögerung durch Hochbaumaßnahme". Vermutlich ist die Sanierung der Tramlinien gemeint. Dennoch soll im dritten Quartal 2020 die Fertigstellung der Radspur sein.

Müllerstraße zwischen Seestraße und S+U-Bahnhof Wedding: "Bau einer geschützten Radverkehrsanlage". Baustart ist überfällig, doch es gibt das Problem, das die bereits vorliegende Planung noch einmal überarbeitet werden muss. Deshalb heißt es: "Wiederholung der Entwurfsplanung". Diese Radspur wird auf sich warten lassen, denn "baulicher Eingriff mehrerer Leitungsträger zu erwarten". Das heißt, Strom- und Telefonversorger müssen noch gefragt werden, ob sie vorhaben, auf der Müllerstraße zu graben.

Kameruner Straße: Asphaltierung und anschließende Ausweisung als Fahrradstraße

Ungarnstraße: Umbau und anschließende Ausweisung als Fahrradstraße. Problem hier: "Neuplanung erforderlich aufgrund Regenwassereinleitbeschränkung (Modellvorhaben)". Für die Fertigstellung gibt es noch kein angestrebtes Datum.

Amrumer Straße zwischen Seestraße und Föhrer Straße: "Markierung einer geschützten Radverkehrsanlage, Protected Bikelane und barrierefreier Ausbau von Haltestellen". Der aktuelle Status ist "Bauausschreibung für Radverkehrsanlagen vorbereitet". Die Fertigstellung soll 2020/2021 erfolgen.

Föhrerstraße zwischen Amrumer Straße und Nordufer: Verbreiterung des Radweges. Aktueller Status ist Vorplanung. Projekt soll 2022 umgesetzt werden.

Gerichtstraße/Gartenstraße zwischen Liesenbrücken und Neue Hochstraße: Asphaltierung. Aktueller Status ist Vorplanung. Vor 2022 ist keine Fertigstellung erwarten.

Swinemünder Straße/Gleimstraße bis zur Swinemünder Brücke. Rückbau des vorhandenen Radweges, Einrichtung einer 30er Zone, Asphaltierung der Fahrbahn. Umsetzung nicht vor 2022.

Diese umfangreichen Angaben stammen aus einer Antwort an den Abgeordneten Tino Schopf von der SPD vom 9. Juni (Nr. 18 / 23 722).

13. Juli 2020