Richtfest für eine Zauberbude im Schulhof

Kinder an der Carl-Kraemer-Grundschule bauen sich selbst eine Holzbude, die vielfältig genutzt werden kann. Am 6. Mai war Richtfest.

Richtfest für die Holzhütte "Zauberbude". - Foto: Andrei Schnell

Über fünf Meter hohe Hütte "Zauberbude". Foto: Andrei Schnell

Plan der künftigen Zauberbude. Grafik: Bauereignis

Bei Aufbau der Zauberbude. Foto: Katharina Sütterlin

Richtfest unter Corona-Bedingungen: die Erbauer fehlen. Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassenstufen der Carl-Kraemer-Grundschule haben im Herbst 2019 gemeinsam mit Adriaan Klein und Anna Mayberry von Bauereignis eine Hütte für den Schulhof geplant. Nun mussten sie bei einem wichtigen Höhepunkt während des Baus ihrer Bude zu Hause bleiben. Nur einzelne Schülerinnen und Schüler, die derzeit in der Notbetreuung in der Schule sind, konnten beim Aufbau mithelfen und beim Richtfest dabei sein. "Es wird aber noch eine Einweihung geben, da gibt es noch eine richtige Feier", sagt Projektleiterin Katharina Sütterlin.

Zauberhütte kann vieles sein

Entstanden bis jetzt ist ein Rohbau, der die imposante Höhe der Hütte zeigt. 5,30 Meter wird sie einmal emporragen. Im Innenraum werden später zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen. Auch eine Eckbank wird noch eingebaut.

"Wir werden die Hütte zum Beispiel das freitägliche Elterncafé nutzen", sagt eine Lehrerin, die auch die Schülerfirma anleitet. Sie möchte, dass die Schüler aus der Hütte heraus am letzten Schultag der Woche Kaffee und Kuchen verkaufen. Andere mögliche Nutzungen sind Unterrichtsstunden im Fach Naturwissenschaften. Umweltbildung ist hier das Stichwort. Die Hütte kann aber auch eine Spielhütte für die Pausen sein.

Die Vielfalt der Nutzungen ist der Grund für den Namen Zauberbude: "Die Hütte kann vieles sein", sagt Katharina Sütterlin.

Mitgewirkt an dem Projekt haben seit September 2019 Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen. Sie haben über Nutzungen und Form der Hütte mitentschieden. Auf technische Anforderungen haben die Projektleiter geachtet. So werden die künftigen drei Tonnen Holz auf mobilen Fundamenten stehen. Die Betonsockel liegen auf dem Pflaster. Eine Papierschicht zwischen Untergrund und Zement schützt das Pflaster und sorgt dafür, dass sich die Sockelplatten später rückstandslos entfernen lassen. Einerseits entstand so ein planer Untergrund und das Holz wird nach Regen nicht im Wasser stehen. Andererseits bleibt die Hütte mobil. "Mit einem Gabelstapler kann sie jederzeit umgesetzt werden", verspricht Katharina Sütterlin.

Allgemeine Infos

Bauereignis ist der Name für die Arbeit von Katharina Sütterlin und Susanne Wagner und ihrem Team. Der Zusammenschluss unter dem Dach Bauereignis ist Träger des Projekts Budenzauber. Ziel des Projekts ist es, in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern und Eltern der Carl-Kraemer-Grundschule ein multifunktional nutzbaren Treffpunkt zu errichten.

Bauereignis kooperiert seit 2016 über verschiedene Förderstellen eng mit der Schule. Mehrere Projekte sind bereits umgesetzt worden. Das aktuelle Bau-Event wird durch den Projektfonds des Quartiersmanagements möglich gemacht.

7. Mai 2020