Wundertüte ist da

Die erste Idee des Aufrufs "Corona Spezial“ im Soldiner Kiez ist geboren. Das Kind heißt: Wundertüte

Magazin Wundertüte. Foto: Miles Morgenstern

Wenn ich ihnen dafür danke, dass sie dieses so besondere Konzert für uns geben, dann denke ich auch an die vielen freischaffenden Künstlerinnen und Künstler, ja das gesamte Kulturleben, das von der Krise noch einmal besonders betroffen ist. Viele Existenzen sind bedroht. Ich hoffe sehr, dass die Hilfe, die gegeben wird, dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Kunst und Kultur, die wir gemeinsam erleben können, sind keine verzichtbaren Nebensachen. Gerade in diesen Tagen erfahren wir: Kunst und Kultur sind, in einem sehr buchstäblichen Sinn, Lebensmittel.“ Bundespräsident Frank Walter Steinmeier aus der Rede Europakonzert der Berliner Philharmoniker 01.05.2020

Ja, gerade in dieser trüben und verrückten Zeit ist Kunst und Kultur so wichtig wie Wasser und Luft. Die Künstler*innen aus unserem Soldiner Kiez beweisen das mit der Wundertüte. Mit dieser Benefizausgabe senden uns die Macher*innen eine Botschaft der Solidarität und des Durchhaltewillens. Das macht uns Mut.

Die Benefizausgabe der Wundertüte ist da und strahlt Licht aus dem Soldiner Kiez!

Die Herausgeber der Wundertüte schreiben: „Einige der Texte sind ausgedacht, andere sind wahr. Einige der Geschichten handeln von Sachen, die dort draußen in Berlin (oder in der Welt) gerade tatsächlich passieren. Andere sind zeitlos. Manche der Beiträge prangern Missstände an oder analysieren und dokumentieren den Zustand der Welt. Andere wiederum wollen einfach nur unterhalten. Bei manchen weiß man das nicht genau.

Es geht darum, Licht in trübe Zeiten zu bringen, sowohl für gelangweilte Leser als auch für unterbeschäftigte Künstler - insbesondere aber darum, die Geschichte von Kreativität, Solidarität und Durchhaltewillen in schwierigen Zeiten zu erzählen, direkt in unserem Umfeld in der Nachbarschaft. Dazu gibt es Beiträge von Künstlern aus dem Umfeld des STATTLAB e.V. - Fotoreportagen über den Kiez, insbesondere über die Folgen der Corona-Eindämmungsmaßnahmen und Auswirkungen auf die Leute und Geschäfte im Kiez, aber auch freie künstlerische Beiträge wie Zeichnungen, Bildgeschichten und Prosa, meist mit lokalem Bezug oder vor dem Hintergrund der Arbeit im Gemeinschaftsatelier in der Drontheimer Straße oder sonst dem Leben in Berlin."

Erhältlich ist das Magazin im QM-Büro in der Koloniestraße, bei KAWA-Kaffee in der Drontheimer Straße und im Kakadu in der Soldiner Straße. Außerhalb des Soldiner Kiezes liegt das Heft aus in der Buchhandlung Ocelot in der Brunnenstraße in Alt-Mitte und im Café Motte in der Nazarethkirchstraße nahe Leopoldplatz. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es auch im Stattlab e.V. in der Drontheimer Straße einige Hefte geben.

Um den Benefizgedanken zu stärken, kann für das Heft gespendet werden. Dies geht am besten online über diesen Link zum Spendentool.

Von der Produktion des Covers des neuen Magazins gibt es ein unterhaltsames Video.

Das Team des Quartiersmanagements bedankt sich bei allen beteiligten Künstler*innen vom Stattlab e.V. und der Aktionfondsjury. Letztere hat in einem Express -Umlaufverfahren die Wundertüte für uns alle ermöglicht. DANKE!

Mehr Infos auf: www.vertigorama.org/wundertute

 

5. Mai 2020