Wissen für den Quartiersrat: Was ist ein IHEK?

IHEK ist die Abkürzung für Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept. Es ist eine schriftliche Verabredung, was der Quartiersrat in den nächsten zwei Jahren erreichen will.

IHEK Soldiner

Wird neu erarbeitet: Das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept bis 2021. Grafik: QM

Ein IHEK zu formulieren, ist eines der wichtigsten Vorarbeiten des Quartiersmanagements. Es ist zum einen so etwas wie eine Kompassnadel für die Arbeit des Quartiersmanagements in den nächsten zwei Jahren. Aber einmal formuliert, ist es zum anderen auch ein verbindlicher Fahrplan.

Die Handlungsfelder

In den nächsten Wochen wird das Team des Quartiersmanagements und auch der Quartiersrat das IHEK für 2019 bis 2021 erarbeiten. Ausgehandelt wird dann, welche Handlungsschwerpunkte verfolgt werden sollen. In den letzten Jahren stand das Thema Bildung weit oben. Öffentlicher Raum und Beteiligung waren weitere Schwerpunkte. Insgesamt sind fünf Handlungsfelder vorgegeben, die von jedem Quartiersmanagement für sein Gebiet gewichtet werden können:1. Bildung, Ausbildung, Jugend; 2. Arbeit und Wirtschaft; 3. Nachbarschaft, Gemeinwesen, Integration; 4. Öffentlicher Raum; 5. Beteiligung, Vernetzung und Einbindung von Partnern.

 

Warum ein IHEK? - Das Baugesetzbuch

Wichtig ist das IHEK auch aus einem formalen Grund. Es ist die Voraussetzung dafür, dass Fördergelder ins Quartier fließen dürfen. Denn das Quartiersmanagement ist nach §171e des Baugesetzbuches eingerichtet. Der Paragraph erlaubt städtebauliche Maßnahmen zur Stabilisierung und Aufwertung von Ortsteilen, die durch soziale Missstände benachteiligt sind.

Der Paragraph 171e listet auf, was nötig ist, damit Geld aus dem Fördertopf "Soziale Stadt" fließen kann. Satz 4 des Paragraphen verlangt, dass ein Entwicklungskonzept aufgestellt werden muss. Und das unter Beteiligung der Betroffenen. Die Betroffenen, das sind zum Beispiel Bewohner und Bewohnerinnen des Soldiner Kiezes. Sie können einerseits über den Quartiersrat mitreden.

Aufbau eines IHEK

Der Aufbau eines IHEK ist von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen vorgegeben. Zunächst wird das Gebiet beschrieben. Das heißt statistischen Daten des Gebiets werden aufgeführt, die vorhandenen Vereine, Schulen und Einrichtungen genannt. Dem schließt sich an, was künftig im Stadtteil zu tun wäre. Am Ende folgt eine Liste mit Maßnahmen, die tatsächlich vom Quartiersmanagement angestoßen werden können. Erfahrungsgemäß ist dies, das wichtigste Kapitel im IHEK.

Das aktuelle IHEK finden Sie hier (pdf).