Der Verein „Mingru Jipen“ sucht Lesepaten für Roma-Kinder

Seit 2016 betreut der Berliner Verein „Mingru Jipen“ Romanes sprechende Kinder aus dem Soldiner Kiez. Nun werden Lesepaten gesucht, die den Kindern helfen wollen, nachmittags Deutsch zu lernen.

Lesepate

"Mingru Jipen" sucht Lesepaten für Roma-Kinder.

Viele der Roma-Kinder sprechen schlecht Deutsch und haben keine Hortbetreuung. Dagegen will "Mingru Jipen" etwas tun und ruft dazu auf, Lesepate für die Kinder zu werden. Ein Pate liest den Kindern einzeln oder in einer kleinen Gruppe aus Kinderbüchern vor. Die Bücher werden vom Verein gestellt, es können aber auch eigene mitgebracht werden. Die ehrenamtliche Tätigkeit als Lesepate ist eine gute Möglichkeit, mit den Familien in Kontakt zu kommen und sie richtig kennen zu lernen. Wer helfen möchte, wendet sich per E-Mail an kontakt@mingru-jipen.com.

Seit 2016 bietet der Berliner Verein "Mingru Jipen" Nachmittagsbetreuung für Romanes sprechende Kinder aus dem Soldiner Kiez an. Während in den zurückliegenden Sommermonaten der Gemeindegarten der Stefanuskirche geöffnet wurde, steht ab November für die Betreuung das Gemeindehaus zur Verfügung. Montags, dienstags und freitags können die Kinder diese Räume nutzen.

In Europa leben acht bis zehn Millionen Roma. Sie bilden die größte Minderheit in Europa, wie eine Studie der Technischen Universität Berlin im Auftrag von UNICEF im Jahr 2007 schreibt. In Deutschland wird die Zahl der Roma auf 100.000 bis 200.000 geschätzt.

Die Nachmittagsbetreuung der im Soldiner Kiez lebenden Roma-Kinder ist ein durch das Quartiersmanagement mit Mitteln der Sozialen Stadt über den Projektfonds ermöglichtes Projekt.

Weiterführende Informationen:

Die Webseite des Vereins Mingru Jipen blickt auf vergangene Projekte zurück.

Studie zur Lage der Roma-Kinder in Europa im Auftrag von UNICEF

27. Oktober 2017