Selbst etwas gegen den Müll tun

Die Stadtteilkoordination Gesundbrunnen und die FreiwilligenAgentur suchen Müllpaten. Das Ziel ist ein sauberer Kiez.

Anna Asfandiar sucht freiwillige Müllpaten. Foto: Dominique Hensel.

Anna Asfandiar sucht freiwillige Müllpaten. Foto: Dominique Hensel.

Die Stadtteilkoordination Gesundbrunnen will etwas gegen herumliegenden Müll auf Spielplatzen und öffentlichen Grünflächen im Stadtteil tun. Sie ruft auf, eine Müllpatenschaften zu übernehmen. Und Institutionen und Privatpersonen, die bereits etwas gegen Abfall auf Straßen tun, sollen sich kennen lernen. Neue Mitstreiter sollen gefunden werden.

Es gibt zahlreiche Orte im Gesundbrunnen, an denen immer wieder Müll herumliegt. Kaffeebecher, Verpackungen und Hundehaufen rund um den Vinetaplatz, auf dem Panke-Grünzug und an vielen weiteren Orten ärgern viele Nachbarn. „Leider haben sporadische Putzaktionen durch die Berliner Stadtreinigung (BSR) oder ehrenamtliche Aktionen langfristig nur wenig Effekt“, sagt Maike Janssen von der Stadtteilkoordination in der Osloer Straße. Zusammen mit der FreiwilligenAgentur Fabrik sollen deshalb jetzt Müllpatenschaften initiiert werden.

Die Idee ist, dass Privatpersonen oder Einrichtungen die Patenschaft für eine Grünfläche in der Nachbarschaft übernehmen. „Die Paten informieren die BSR oder das Grünflächenamt über Verunreinigungen und räumen auch mal selbst den Müll weg“, erklärt Anna Asfandiar von der FreiwilligenAgentur. Nötige Hilfsmittel wie Handschuhe, Mülltüten, Besen und Greifzangen sollen zur Verfügung gestellt werden.

Im ersten Schritt bitten Stadtteilkoordination und FreiwilligenAgentur darum, Flächen in Gesundbrunnen zu melden, die mit Müll belastet sind. Ebenfalls werden bereits aktive Müllpaten gebeten, sich zu melden. Auch Interessenten für diese ehrenamtliche Tätigkeit werden gesucht. Die Initiatorinnen wollen später ein Treffen organisieren und Kontakte zu Ansprechpartnern im Bezirk herstellen. Im September gibt es darüber den stadtweiten „Aktionstag für ein schönes Berlin“, an dem sich das Projekt mit einer eigenen Aktion beteiligen will. In der Zeit vom 6. bis 10. September soll es eine Aufräum-Woche auf den gemeldeten Flächen im Gesundbrunnen geben.

Interessierte Einrichtungen und Privatpersonen können sich bei Anna Asfandiar von der FreiwilligenAgentur Fabrik per E-Mail unter info@freiwilligenagentur-fabrik.de oder Telefon (030) 49 90 23 34 melden. Gleichzeitig ist Maike Janssen von der Stadtteilkoordination Gesundbrunnen per E-Mail stadtteilkoordination@nachbarschaftsetage.de oder Telefon (030) 38 10 93 29 ansprechbar.

4. Juli 2016